Zwischen Highland-Kühen und Feen: Unsere Reise durch Schottland
Drei Wochen durch die Highlands, auf die Isle of Skye und an Traumstrände im Norden
Drei Wochen durch die Highlands, auf die Isle of Skye und an Traumstrände im Norden
Drei Wochen lang hat Nele Schottland mit dem Mietwagen erkundet – über unzählige kurvige Single-Track-Roads, vorbei an gefühlt mehr Schafen als Menschen und mitten hinein in einige der eindrucksvollsten Landschaften, die sie je gesehen hat. Nele wollte vor allem eines: so viel wie möglich von der Natur des Landes sehen. Das ist ihr mehr als gelungen.
Am Ende hat Schottland ihre Erwartungen deutlich übertroffen – mit dramatischen Berglandschaften, weißen Sandstränden, die eher in die Karibik passen würden, und natürlich den Highland-Kühen, die auf keiner Etappe fehlen durften.
Edinburgh – Der perfekte Auftakt
Unsere Reise hat in Edinburgh begonnen, und die Stadt gehört seitdem zu unseren liebsten in ganz Europa. Historisch und gleichzeitig quicklebendig, mit kleinen Gassen, in denen es an jeder Ecke etwas zu entdecken gibt.
Am schönsten war es, einfach ohne festes Ziel durch die Altstadt zu schlendern. Die Circus Lane mit ihren kleinen Häusern zählt zu unseren Lieblingsecken – sie wirkt fast, als wäre die Zeit dort stehen geblieben.
Abends ging es in einen der unzähligen Pubs: etwas essen, einen Cider trinken, den Tag ausklingen lassen. Mehr braucht es in Schottland eigentlich nicht. Ein Highlight für sich war der Sonnenuntergang vom Calton Hill, mit einem der schönsten Blicke über die Stadt.
Glencoe – Erste Highland-Momente
Von Edinburgh ging es weiter Richtung Glencoe, und schon die Fahrt dorthin war ein Erlebnis. Auf dem Weg mussten wir natürlich bei einer Farm anhalten – Highland-Kühe wollten wir schließlich unbedingt sehen. Sie wurden tatsächlich zu einem der Highlights der gesamten Reise.
Die ersten Kilometer in die Highlands hinein fühlen sich an wie der Wechsel in eine andere Welt: Die Straßen werden schmaler, links und rechts wachsen gewaltige Berge in den Himmel, dazwischen liegen endlose grüne Täler.
In Glencoe stand unsere erste Wanderung an, zum Lost Valley – landschaftlich beeindruckend und mit einer ziemlich traurigen Geschichte im Hintergrund, die den Ort noch einmal anders wirken lässt. Einen Abstecher zu den natürlichen Pools der Gegend haben wir uns ebenfalls nicht entgehen lassen und sind bei geschätzten 15 Grad Wassertemperatur schwimmen gegangen – eine Entscheidung, die wir im ersten Moment kurz bereut haben. Mitten in der Natur zu schwimmen, mit Blick auf die Berge, war es aber definitiv wert.
Fort William – Ben Nevis und Hogwarts-Express
Weiter ging es nach Fort William, wo mit dem Ben Nevis der höchste Berg Großbritanniens auf dem Programm stand. Bis ganz nach oben haben wir es nicht geschafft, dafür aber bis zu dem See auf etwa halber Strecke – das zählt für uns trotzdem.
Und natürlich durfte als Harry-Potter-Fans ein Stopp am Glenfinnan Viaduct nicht fehlen. Nach Hogwarts hat er uns zwar nicht mitgenommen, das Bild vom Hogwarts-Express-Viadukt vor der Kulisse des Loch Shiel bleibt trotzdem unvergesslich.
Isle of Skye – Unser persönliches Highlight
Danach ging es auf die Isle of Skye – für uns ganz klar das Highlight der gesamten Reise. Landschaftlich ist die Insel unglaublich abwechslungsreich, und wir haben dort zwei unserer schönsten Wanderungen überhaupt gemacht.
Für die erste sind wir um 4 Uhr morgens aufgestanden, um am Old Man of Storr den Sonnenaufgang zu erleben. Das frühe Aufstehen hat sich mehr als gelohnt: Himmel und Landschaft färbten sich langsam orange, dazu zog Nebel durch die Felsformationen – eine geradezu mystische Stimmung. Und um diese Uhrzeit waren wir fast allein unterwegs.
Unsere zweite Wanderung war der Quiraing, eine rund dreistündige Rundtour. Auch hier ist die Landschaft kaum zu greifen: überall bizarre Felsformationen, dahinter die Weite der Isle of Skye. Ständige Begleiter auf jeder Wanderung waren übrigens die Schafe – man sieht sie in Schottland wirklich überall, auf Wiesen, an Wegen und gerne auch mitten auf dem Pfad.
Nicht verpassen sollte man auf Skye außerdem die Fairy Pools: natürliche Pools und kleine Wasserfälle mitten in der Landschaft, definitiv einen Besuch wert.
Isle of Lewis – Karibik-Feeling im Norden
Unser vorletzter Stopp war die Isle of Lewis, und dort sah Schottland plötzlich komplett anders aus. Die grünen Highlands wichen einer kargeren, felsigeren Landschaft – und dazwischen lagen die schönsten Strände der ganzen Reise.
Weißer Sand, kristallklares Wasser, türkisfarbene Buchten: Dass es solche Strände in Schottland gibt, war für uns eine der größten Überraschungen der Reise. Mit etwas Wetterglück lässt sich hier tatsächlich ein waschechter Strandurlaub verbringen.
Inverness – Auf Nessies Spuren
Unser letzter Stopp war Inverness. Und natürlich wollten wir Schottland nicht verlassen, ohne wenigstens die Chance auf eine Nessie-Sichtung genutzt zu haben.
Ob wir sie tatsächlich gesehen haben? Das bleibt unser kleines Geheimnis.
Nach drei Wochen können wir sagen: Schottland hat unsere Erwartungen definitiv übertroffen. Vor allem die Natur ist unglaublich vielseitig – von grünen Highlands über dramatische Berglandschaften und nebelverhangene Felsformationen bis zu weißen Sandstränden und kristallklarem Wasser sieht man hier praktisch jeden Tag etwas komplett anderes.
Schottland ist ein Ziel für alle, die gern draußen unterwegs sind und Wandern und Natur lieben. Wer vor allem Städte und klassisches Sightseeing sucht, ist wahrscheinlich anderswo besser aufgehoben – für uns war es dagegen genau richtig.
Beim Wetter hatten wir außerdem ziemlich viel Glück. In Schottland kann sich die Wetterlage innerhalb weniger Minuten komplett drehen – Sonne, Regen, Wind und Nebel wechseln sich gefühlt mehrmals am Tag ab. Aber irgendwie gehört genau das zu Schottland dazu.
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