Neles Reise durch Vietnam
Im Land der Drachen - Vietnam zwischen Metropolen, Reisfeldern und Traumstränden
Im Land der Drachen - Vietnam zwischen Metropolen, Reisfeldern und Traumstränden
Meine Reise nach Vietnam war nicht nur eine Abfolge schöner Orte, sondern eine Mischung aus Eindrücken, Stimmungen und Momenten, die sehr unterschiedlich waren. Laut, leise, chaotisch, ruhig, intensiv und gleichzeitig unglaublich harmonisch. Und vielleicht war genau diese Vielfalt das, was sie so besonders gemacht hat.
Ein großer Teil der Reise waren für mich auch die Hotels selbst. Nicht nur als Unterkunft, sondern als Orte, die jede Region auf ihre eigene Weise geprägt und erlebbar gemacht haben. Manche waren Rückzugsorte mitten in der Natur, andere fast schon kleine Destinationen für sich.
Hanoi - Ankommen im Herzen der Stadt
Der Einstieg in Hanoi war intensiv. Die Stadt ist laut, lebendig und voller Bewegung und genau das habe ich im ersten Moment auch so wahrgenommen: ein scheinbares Chaos aus Rollern, Hupen und Menschen, das aber auf eine gewisse Weise trotzdem funktioniert.
Im Sofitel Legend Metropole Hanoi anzukommen, war dann fast wie ein Kontrastprogramm. Dieses Hotel hat eine unglaubliche Ruhe und Eleganz. Man spürt sofort die Geschichte des Hauses, die koloniale Architektur und diese besondere Atmosphäre, die ein bisschen an eine andere Zeit erinnert. Für mich war es der perfekte Ort, um erstmal anzukommen, bevor es direkt in die Stadt ging.
Natürlich durfte ein Besuch in der berühmten „Train Street“ nicht fehlen. Wir saßen in einem Café direkt an den Bahngleisen und haben gespannt gewartet, bis sich nach etwa 15 Minuten die gesamte Szenerie verändert hat: Alle Tische wurden beiseitegeräumt, um Platz für den herannahenden Zug zu schaffen. Wenige Augenblicke später fuhr er dann direkt vor unseren Füßen vorbei
Ein weiteres Highlight war auch die Vespafahrt durch Hanoi. Im dichten, scheinbar chaotischen Verkehr der Stadt zu sitzen und gleichzeitig das Leben um einen herum zu beobachten, war der perfekte Einstieg in Vietnam. Zwischen kleinen Garküchen, Straßenständen und endlosem Hupen entfaltet sich hier eine Energie, die schwer zu beschreiben ist, aber sofort fesselt.
Halongbucht - Eine Nacht auf dem Wasser
Von der Stadt ging es weiter in eine völlig andere Welt: die Halongbucht. Auf der Bhaya Soul haben wir eine Nacht auf dem Wasser verbracht, umgeben von den ikonischen Kalksteinfelsen, die aus dem Meer ragen.
Der Tag bestand aus ruhigen Momenten auf dem Deck und Kayakfahren zwischen den Felsen, während die Landschaft langsam an uns vorbeigezogen ist. Am Abend konnten wir uns dann noch beim Squid Fishing versuchen. Im Dunkeln, mitten auf dem Meer, fast ohne Licht, nur mit kleinen Lampen und der Stille um uns herum. Da ich vorher noch nie angeln war, war es ein tolles Erlebnis. Die Tintenfische haben sogar mehrmals angebissen, sie dann aber aus dem Wasser zu holen war leider deutlich schwieriger als gedacht.
Mai Chau - Ruhe zwischen Reisfeldern
Mai Chau war für mich einer der ruhigsten Orte der gesamten Reise. Schon die Ankunft im Avana Retreat hat sich angefühlt wie ein Durchatmen. Alles ist hier in die Landschaft eingebettet - Wasserfälle, Hügel, Reisfelder und kleine Wege, die sich durch die Natur ziehen.
Besonders schön war eine Wanderung durch die umliegenden Dörfer. Zwischen den Reisfeldern zu laufen, Menschen bei ihrer täglichen Arbeit zu sehen und einfach diese Stille zu spüren, war sehr besonders. Es ist eine ganz andere Seite von Vietnam, weit weg von der Hektik der Städte.
Auch das Hotel selbst ist mehr als nur eine Unterkunft. Es ist ein Ort, der sich fast nahtlos in die Umgebung einfügt und genau dadurch so besonders wirkt.
Ninh Van Bay - Luxus mitten in der Natur
Von Mai Chau ging es für uns weiter zum Six Senses Ninh Van Bay, einem Ort, den man so schnell nicht vergisst. Die Villen liegen abgeschieden zwischen Felsen, Dschungel und Meer, und man fühlt sich wirklich ein Stück weit von der Welt abgeschnitten.
Das Resort ist nur mit dem Boot über das Wasser erreichbar, und man wird direkt am Steg von den Mitarbeitern empfangen.
Einer der schönsten Momente war tatsächlich das Frühstück mit Blick auf das Meer, während Affen durch die Bäume geklettert sind und neugierig alles beobachtet haben. Die Tage dort waren geprägt von Ruhe, Natur und kleinen Momenten. Bei einer Führung durch die Anlage haben wir mehr über die dort stark gelebte Nachhaltigkeit erfahren, waren schnorcheln und haben uns zwischendurch immer wieder ein Eis in der hoteleigenen Eisdiele zur Abkühlung geholt.
Zugreise nach Quy Nhon mit dem Vietage by Anantara
Die Fahrt mit dem Vietage by Anantara war eine Reise für sich, elegant und fast nostalgisch. Eine Zugfahrt, bei der nicht das Ankommen im Vordergrund steht, sondern der Weg selbst.
In Quy Nhon haben wir gleich zwei sehr unterschiedliche Hotels erlebt: die Anantara Villa Quy Nhon und das Zannier Hotels Bãi San Hô. Während das Anantara eher elegant und klassisch ist, beeindruckt das Zannier mit seiner architektonischen Reduktion und der starken Verbindung zur Natur. Beide zeigen auf ihre eigene Weise, wie vielseitig Vietnam auch im Luxussegment ist. In beiden hätte ich auch eine ganze Woche verbringen und einfach am Strand entspannen können.
Hoi An - Kultur, Handwerk und Laternen
Mit dem Vietage ging es weiter nach Hoi An, wo wir im Namia River Retreat untergebracht waren.
Das Resort liegt idyllisch am Flussufer und bietet eine wunderbar ruhige Atmosphäre, die einen schönen Kontrast zum lebhaften Treiben der Altstadt bildet. Die großzügigen Villen mit privaten Pools sorgen für viel Privatsphäre, während das durchdachte Design die natürliche Umgebung harmonisch aufgreift. Besonders gefallen hat mir der Fokus des Resorts auf Wellness und Entspannung. Pro Übernachtung ist eine Massage inkludiert, was nach einem Tag voller Eindrücke in der Stadt eine wunderbare Möglichkeit ist, zur Ruhe zu kommen und den Tag entspannt ausklingen zu lassen.
Die Stadt selbst ist ein Highlight: charmant, lebendig und voller Geschichte. Bei einer Stadtführung haben wir sogar einen kleinen Kung-Fu-Kurs bekommen, was überraschend viel Spaß gemacht hat. Am Abend verwandelt sich Hoi An in ein Meer aus Laternen und warmem Licht. Gleichzeitig ist die Stadt ein Paradies für Shopping, besonders für maßgeschneiderte Kleidung, die innerhalb weniger Tage angefertigt wird.
Con Dao - Natur, Schildkröten und Sonnenaufgänge
Der letzte Abschnitt der Reise führte uns nach Con Dao, einem der ruhigsten und auch schönsten Orte der gesamten Route. Im Six Senses Con Dao beginnt jeder Tag mit einem spektakulären Sonnenaufgang über dem Meer, den man direkt von seiner Poolvilla aus sehen kann.
Ein absolutes Highlight war die seltene Gelegenheit, frisch geschlüpfte Babyschildkröten ins Meer zu begleiten. Außerdem haben wir eine Bootstour mit Schnorcheln entlang der Inseln gemacht, bei der die Unterwasserwelt Vietnams noch einmal ganz anders sichtbar wurde.
Vietnam hat mich nicht nur landschaftlich beeindruckt, sondern vor allem durch seine Vielfalt an Erlebnissen und Unterkünften. Jedes Hotel war ein eigener Mikrokosmos. Von historisch und elegant bis hin zu vollkommen in die Natur eingebettet.
Diese Reise war weniger eine klassische Rundreise, sondern vielmehr eine Sammlung intensiver Orte, die alle auf ihre eigene Weise in Erinnerung bleiben.
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